Bundesarchiv Bild 146-1974-020-13A, Ausstellung „Entartete Kunst“, Salzburg, Transparent mit der Aufschrift „Ausstellung der NSDAP „Entartete Kunst“ (…) 1938 im Festspielhaus“ 


Reichsminister Dr. Goebbels auf der Ausstellung „Entartete Kunst“, Gauleiter Berlin, Pistauer, Ausstellungsleiter „Haus der Kunst“, Berlin, rechts vom Reichsminister, 1938

Entartete Kunst – degenerate art & Kunst im Nationalsozialismus


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Textauszug der Webseite: „Das Gesamtverzeichnis der 1937/38 in deutschen Museen beschlagnahmten Werke „entarteter Kunst“ wird seit April 2010 kontinuierlich komplexweise nach nochmaliger Überprüfung der Einträge ins Netz gestellt. Es kann nur nach Künstlern und Werken befragt werden, soweit sie bereits für das Netz freigegeben wurden.
Das Gesamtverzeichnis fußt auf dem von den Nationalsozialisten angelegten Beschlagnahmeinventar. (…)“

  • Bild-/Textblätter: „Entartete Kunst“ im Schutt geborgen (engl./deutsch, Text/Interview mit Dr. Meike Hoffmann: Georgios Chatzoudis, 2011, Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, Quelle: lisa.gerda-henkel-stiftung.de)
Textauszug der Webseite: „65 Jahre lagen sie verschüttet vor dem Roten Rathaus in Berlin Mitte. Elf Skulpturen aus Bronze, Terrakotta und Steinguss. (…) 
Einen genauen Einblick in ihre Arbeit sehen Sie in unserer Filmrubrik L.I.S.A. Video am Beispiel von Ernst Barlachs Werk „Das Wiedersehen. (…)“ (engl./deutsch, Dauer: 3:30 Min., Quelle: lisa.gerda-henkel-stiftung.de)
Naum Slutzky, Weibliche Büste
Edwin Scharff, Bildnis der Schauspielerin Anni Mewes, 1917/1921
Emy Roeder, Schwangere, 1918
Marg Moll, Tänzerin, um 1930
Gustav Heinrich Wolff, Stehende Gewandfigur, 1925
Ernst Barlach, das Wiedersehen
 

Deckblatt Ausstellungsführer der Austellung „Entartete Kunst“

 

aus der Zeit des Nationalsozialismus

 
 

Ausstellungskatalog (Auszug) zur Ausstellung „Entartete Kunst“, Quelle: msu.edu

Sigmar Polke, „Entartete Kunst“, Malerei, 1983

Max Beckmann
Ludwig Bloch
Marlene Dietrich
Fred Dolbin
Lyonel Feininger
Herbert Fiedler
Hans Günter Flieg
Chanan Frenkel
Giséle Freund
Walter Gropius
George Grosz
Lea Grundig
Joseph Hahn
John Heartfield
Eva Herrmann
Eric Isenburger
Oskar Kokoschka
Helmut Krommer
Hermann Landshoff
Fritz Lang
Ernst May
Erich Mendelsohn
Carl Meffert
Lucia Moholy
Lásló Moholy-Nagy
Felix Nussbaum
Emy Roeder
Eric Schaal
Josef Scharl
Lili Schultz
Eric Schwerin
Ricarda Schwerin
Kurt Schwitters
Gerda Taro
Bruno Taut
Fred Stein
Hugo Steiner-Prag
Kurt Wachsmann
Helene Weigel
Grete Weil
Kurt Weill
Hellmuth Weissenborn
Gustav Wolf
Oskar Zügel
 
 
„Am 19. Juli 1937 wurde in den Räumen der Gipsabgußsammlung des Archäologischen Instituts, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Haus der deutschen Kunst die Ausstellung ‚Entartete Kunst‘ eröffnet. Sie sollte als gezielte Gegendarstellung zu der am Vortag eröffneten „Großen Deutschen Kunstausstellung“ (Text: T. Hellmann, Quelle: hausderdeutschenkunst.de) verstanden werden. (…) (Das Raumbildalbum „Tag der Deutschen Kunst” dokumentiert in 100 Stereofotografien den Festzug zur Eröffnung 1937 und die Ausstellung. Serie 1: 25 Bilder der Ausstellung 1937, Serie 2: 35 Bilder von Festakt und Umzug)
‚Wir befinden uns in einer Schau, die aus ganz Deutschland nur einen Bruchteil dessen umfaßt, was von einer großen Zahl an Museen für Spargroschen des deutschen Volkes gekauft und als Kunst ausgestellt worden war. Wir sehen um uns herum diese Ausgeburten des Wahnsinns, der Frechheit, des Nichtskönnertums und der Entartung. Uns allen verursacht das, was diese Schau bietet, Erschütterung und Ekel.‘
In zwei Stockwerken des Archäologischen Instituts waren zeitgenössische Grafiken, Ölbilder und Skulpturen eng nebeneinender, dicht an dicht an die Wände gestellt oder geheftet, teilweise ohne Rahmen. Der Name des Künstlers, Titel, Museum, Ankaufsjahr und -summe waren direkt an die Wand oder an den Sockel geschrieben. An fast jedem Werk klebte ein Zettel: ‚Bezahlt mit den Steuergroschen des arbeitenden deutschen Volkes‘.
Kommentare waren ebenfalls direkt auf die Wand geschrieben: ‚Offenbarung der jüdischen Rassenseele‘,’Bewußte Wehrsabotage‘, ‚Verrückt um jeden Preis‘, ‚Der Neger wird in Deutschland zum Rasseideal einer entarteten Kunst‘ usw. Dem gegenübergestellt waren Zitate Hitlers, Goebbels oder Rosenbergs als ‚Stimme der Vernunft‘:
‚Es ist nicht Aufgabe der Kunst, im Unrat um des Unrats willen zu wühlen, den Menschen nur im Zustand der Verwesung zu malen, Kretins als Symbol der Mutterwerdung zu zeichnen – Adolf Hitler.‘
Insgesamt war die ganze Inszenierung darauf ausgerichtet, beim Betrachter das Gefühl von Unordnung und Chaos zu wecken. Die Moderne sollte als Schwindel entlarvt werden, jede Abweichung von der akademischen Maltradition, wie sie im Haus der deutschen Kunst gefeiert wurde, als ‚Ausgeburt des Wahnsinns‘ und des ‚Nichtskönnertums‘ diffamiert werden. Die beiden Ausstellungen – ‚Entartete Kunst‘ und ‚Die große Deutsche Kunstausstellung‘ – waren von Goebbels bewußt als Konfrontation organisiert worden. (…)
Besonders betroffen waren die Künstler der ‚Brücke‚ und des ‚Blauen Reiters‘, Emil Nolde, Wassily Kandinsky und Franz Marc, Paul Klee und Oskar Schlemmer, Otto Dix, Kurt Schwitters und George Grosz, Kirchner, Kokoschka und Schmidt-Rottluff. Die meisten der unliebsamen Künstler wurden mit Malverbot belegt, von Akademien ausgeschlossen, viele spätestens jetzt in die Emigration getrieben.
Wegen des starken Publikumandrangs wurde die Ausstellung um zwei Monate verlängert. Bis Ende November 1937 hatte sie zwei Millionen Besucher, danach wurde sie als Wanderausstellung in größeren deutschen Städten gezeigt. (…)
Für die Moderne war mit der Münchener Ausstellung 1937 das vorläufige Ende ihrer Existenz endgültig besiegelt. Der Bildhauer Otto Freundlich, dessen Arbeit auf dem Titel des ‚Ausstellungsführers‘ abgebildet war, wurde 1943 ins Konzentrationslager Lublin-Majdanek deportiert und noch am Tag der Ankunft ermordet.“ (Text: Tobias Hellmann)

Wassily Kandinsky, 
Ernst Ludwig Kirchner,
Arno Breker oder 
Leni Riefenstahl (…)
„Kunst unter Verdacht“ steht im Mittelpunkt dieser Unterrichtseinheit für die gymnasiale Oberstufe. In jeder der sechs einzelnen Einheiten werden Künstler vorgestellt, die früher oder später unter Verdacht gerieten – die einen als „Entartete Künstler“ wie Kandinsky oder Kirchner, die anderen als Propagandakünstler wie Leni Riefenstahl oder Arno Breker. Auch heute arbeiten Künstler mit diesen verdächtigen Bildern aus unserem Langzeitgedächtnis – und stehen dem ersten Augenschein nach ebenfalls unter Verdacht. (…)“ Textauszug der Webseite

I. Prinzipien Nationalsozialistischer Propagandakunst
2. Architektur am Beispiel der Olympiaanlage in Berlin 1936
II. Ästhetische Konzeption der Monumentalplastik
1. Idealisierung im Sinne von Wehrhaft, Kampfesmutig, Entschlossen, Heldenhaft
2. Arno Breker
III. Motive des Privaten
IV. Die Kampagne „Entartete Kuns“
1. Der Begriff: 
1797 Schlegel: Entartung als Abweichung von der ästhetischen Norm der Klassischen Antike.
ca. 1860: Psychiatrie in Frankreich: Abweichung von der Norm psychischer Gesundheit.
1893 Max Nordau: „Entartung“: Diffamierung von Kunst und Künstlern im pathologischen und antisemitischen Sinn. „Männerbund“ und „Gesellschaft für ethische Kultur“ soll Künstler als Geisteskranke und Gesellschaftsfeinde, Schmarotzer und Lügner entlarven.
1913 Julius Voster: Zu Fotografien der Kölner Sonderbundausstellung: „Entartung als Symptom einer krankhaften Zeit“
?1917 Schulze Naumburg: (…) Entartung auf Staaten, Rassen und Räume bezogen. (…)
1924 Hitler: „Mein Kampf“: (…) „Kulturbolschewismus, Jüdische Kunst und Verfallskunst“.
2. Die nationalsozialistische Vorgehens- und Argumentationsweise
3. Die 1. Große Deutsche Kunstausstellung im neuen Haus der Deutschen Kunst und die Ausstellung Entartete Kunst.

Architektur – Deutscher Pavillon – Pariser Weltausstellung, Albert Speer, 1937 
Plastik/Skulptur – Vergeltung, Arno Breker, um 1940, Relief
Malerei – Das Urteil des Paris, I. Saliger, 1939 
Film – Das Fest der Völker (Olympiade Berlin 36), Leni Riefenstahl 
 
Historische Hintergründe der „Entarteten Kunst“
Vergessene und unvergessene Künstler
Links & Literatur
 
Kunst als Massenmedium
höchster Ausdruck einer (nationalen) Kultur
Rituale
Idealtypen
IdeologieKörper als Metapher
Kunst-Theologie
heroisierenden Subjektaufassung
Idealtypen
Rasse und Rassengemeinschaft
Kulturkampf: Gegen die Moderne
ästhetischer Rassentheorie 
Entfremdung 
kulturzersetzend
„Anderen“ 
„Kulturkampf“ „Revolution“ der Werte – 
Die Revolution – kulturellen „Revolution“
Ausstellungen im „Haus der Deutschen Kunst“ 
Die Ausstellung „Entartete Kunst“ 
Antikörper
Ideologie
ästhetischen Norm
Alfred Rosenberg 
PolenFrankreich
Führermuseums
 
Antikörper 
gesellschaftliche Norm 

  • Text-/Bildblätter: „Bildbasierte Forschungsplattform zu den Großen Deutschen Kunstausstellungen 1937-1944 in München“ (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Quelle: gdk-research.de)

    Rundgäng – Fotoalben:
    Themen und Motive

    Mensch (3658)
    Landschaften (2979)
    Tiere (1283)
    Architektur (1070)

    Genre, Interieur, Kostüm (976)
    Künstler

    Eichhorst, Franz (57)
    Müller-Schnuttenbach, Hans (56)
    Schuster-Woldan, Raffael (55)
    Müller-Wischin, Anton (50)
    Philippi, Peter (48)

    Käufer

    Hitler, Adolf (1313)
    Goebbels, Joseph (217)
    Bormann, Martin (144)
    Ribbentrop, Joachim von (Freiherr) (91)
    Speer, Albert (85)

    Dargestellte Personen

    Hitler, Adolf (36)
    Göring, Hermann (10)
    Friedrich II. (Preußen) (9)
    Beethoven, Ludwig van (7)
    Hindenburg, Paul von (7)

    Dargestellte Geographie

    München (74)
    Niederrhein (54)
    Chiemsee (43)
    Berlin (40)
    Schwarzwald (37)

    Dargestellte Bauwerke

    Residenz (München) (6)
    Siegessäule (Berlin) (5)
    Uspenski-Kathedrale (Smolensk) (5)
    Feldherrnhalle (München) (4)

    Frauenkirche (Dresden) (4)



  • Bild-/Textblätter: „E n t a r t e t e K u n s t“ (© 1996 – 2014 by Klaus Medeke, Quelle: kassiber.de)
Textauszug der Webseite: „Diese Seite ist all denen gewidmet, die im Zeitgeist ein Machtinstrument sehen, mit dem die Herrschenden versuchen, ihre einseitigen Neigungen und Interessen als ästhetischen oder politischen Standard durchzusetzen. Jenen, die unter ihm leiden oder gelitten haben. Den „Entarteten“ aller Zeiten und Gesellschaften…“
Musik:

Hanns Eisler
Erich Wolfgang Korngold
Ernst Krenek
Kurt Weill   uvm.

Darstellende Künstler:

Ernst Barlach
Willi Baumeister
Max Beckmann
Otto Dix
Max Ernst
Otto Freundlich
Hans Grundig
Richard Haizmann
Ludwig Meidner
Johannes Molzahn
Felix Nussbaum
Oskar Schlemmer    uvm.

 Schauspieler, Regisseure:

Peter Lorre    uvm.

 Autoren:
Ernst Toller   uvm.

Links:
Entartete Kunst (Johanneum) 
 
Textauszüge der Webseite:
1937: «Entartete Kunst»
„Führer durch die Ausstellung ENTARTETE KUNST. Die Ausstellung wurde zusammengestellt von der Reichspropagandaleitung, Amtsleitung Kultur. Sie wird in den grösseren Städte aller Gaue gezeigt. / Verantwortlich für den Inhalt: Fritz Kaiser, München
Flugblatt zur Ausstellung
Pamphlet zur berüchtigten Münchner Ausstellung «Entartete Kunst», welche parallel zur «Grossen Deutschen Kunstausstellung 1937» im «Haus der Deutschen Kunst» durchgeführt wurde. Der auf dem Titelblatt genannte Fritz Kaiser ist nicht weiter bekannt.“
‚Besuchet die Ausstellung «ENTARTETE KUNST». Gequälte Leinwand – Seelische Verwesung – Krankhafte Phantasien – Geisteskranke Nichtskönner. Seht euch das an! Urteilt selbst! Eintritt frei. Für Jugendliche verboten.‘
Das berühmt-berüchtigte Flugblatt wurde an der Nazi-Ausstellung «Grosse Deutsche Kunstausstellung 1937» an potentielle Besucher für die Ausstellung «Entartete Kunst» verteilt.“
1937: «Deutsche Kunst»
„GROSSE DEUTSCHE KUNSTAUSSTELLUNG 1937. Im Haus der Deutschen Kunst zu München. 18. Juli bis 31. Oktober 1937. Veranstaltet vom Haus der Deutschen Kunst (Neuer Glaspalast). Offizieller Ausstellungskatalog. Die offizielle «Nazionalsozialistische Kunst». Gleichzeitig wurde die berüchtigte Ausstellung «Entartete Kunst» durchgeführt. (…)“  
 
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