Hans Haacke’s Blue Sail,  Quelle: wikimediacommons.org, Foto: Kleon3

Hans Haacke – Kunst im öffentlichen Raum – Kunstinstallation – Kunst und Politik

 

 

 

OHP.PNG

Ausstellungsansicht Mia san mia, Hans Haacke, copyright Generali Foundation 2001, Foto Kaligofsky, Quelle: foundation.generali.at, via radished.com


Hans Haacke, Zirkulation, Installation Plastikschläuche (PVC), ø 8, 11 und 14 mm, Y-Verbindungsstücke,  1969, Wasser, Luft, Elektro-Umwälzpumpe, copyright Generali Foundation, Foto: Werner Kaligofsky, Quelle: foundation.generali.at, via radished.com

 

Informationen zur Abbildung „Hans Haacke, Zirkulation, 1969:

Installation Plastikschläuche (PVC), ø 8, 11 und 14 mm, Y-Verbindungsstücke, Wasser, Luft, Elektro-Umwälzpumpe, Gesamtdimensionen variabel Gesamtdimensionen der Version mit 32 Verzweigungen, ca. 1100 x 380 cm Auflage 1/3
Symmetrische Anlage (siehe Foto): Die Umwälzpumpe (Messing oder anderes rostfreies Material) und die höchs-te Anzahl von Paaren durchsichtiger Plastikschläuche werden entlang der Mittelachse der beiden gleich großen Hälften platziert. Die Maße des Ausstellungsraums bestimmen die Länge der Schlauchsegmente (100-200 cm) und deren Anzahl. Die Schläuche mit dem kleinsten Durchmesser (0,5-0,8 cm) werden im Zentrum ausgelegt. Mit Entfernung vom Zentrum nimmt der Durchmesser der Schläuche graduell zu, während sich die Anzahl der Schläuche verringert. Zwei Schläuche mit dem größten Durchmesser (1,0-1,4 cm) und deutlich länger als die anderen Schläuche führen auf beiden Seiten in die Pumpe. Von der Pumpe ausgehend zum Zentrum des Systems erhöht sich die Zahl der Schläuche gemäß der Reihe 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128 … Y-Verbindungsstücke aus Plastik verbinden die Schlauchpaare. Wenn der Übergang von einem kleineren zu einem größeren Schlauchdurchmesser angepasst werden muss, wird das kleinere Schlauchende erhitzt, damit es sich ausdehnt und in das Y-Verbindungsstück mit dem größeren Durchmesser passt. Das Wasser muss sauber und destilliert sein. Algenbildung ist mit einer Beifügung von ca. 1/8 Teelöffel Kupfersulfat (hochgiftig!) oder einer anderen farblosen und nicht-schäumenden Chemikalie zu verhindern. Bei der Befüllung des Systems mit Wasser müssen Luftblasen in regelmäßigen, kurzen Intervallen eingespeist werden. Die Kalibrierung der Leistung und Geschwindigkeit des Motors, die Auswahl der Schläuche mit den im Verhältnis zu ihrer Platzierung im System passenden Durchmessern und die Festlegung der Geschwindigkeit der Wasser-bewegung (und damit der Luftblasen) erfordert ausgiebige Experimente. (Hans Haacke)“ (Textauszug der Webseite)

 

Quelle: foundation.generali.at/sammlung/artist/haacke-hans/artwork/und-ihr-habt-doch-gesiegt.html, via radished.com

Informationen zur Abbildung Hans Haacke, Und Ihr habt doch gesiegt:

„Hans Haacke Und Ihr habt doch gesiegt, 1988
Zweiteilige Installation auf dem Platz am Eisernen Tor, Mariensäule, in Graz Plakatwand, mit 16 Plakaten, à 119 x 84 cm, Schwarz, weiß, rot, mit Collagen von Faksimiles von Ausschnitten aus Tageszeitungen und Dokumenten, Graz 1938, à 22 x 22 cm Gesamtdimensionen ca. 260 x 720 x 5 cm Rekonstruktion des Plakatträgers (mit Originalplakaten) Generali Foundation mit Hans Haacke, 2001 Dokumentation der Installation, 3 schwarz-weiß und 3 Farbfotografien, auf Aluminium kaschiert, Edition 1/3 Text von Hans Haacke 3 Zeitungshalter in den Nationalfarben Österreichs (Rot-Weiß-Rot) mit Presseberichten zum Projekt

Dokumentation Seit 1968 gibt es in Graz, der Hauptstadt der Steiermark, jedes Jahr ein unter dem Namen steirischer herbst bekanntes Kulturfestival mit Konzerten, Tanz, Opern- und Theateraufführungen, Filmveranstaltungen, Symposien, Dichterlesungen und Kunstausstellungen. Der Veranstal-tungsträger ist eine eigenständige Institution, deren Intendant von einem Gremium ernannt wird, in dem Vertreter der Landes- und der Stadtre-gierung eine entscheidende Rolle spielen. Vorsitzender dieses Präsidiums war 1988 Professor Kurt Jungwirth, der als Landeshauptmannstell-vertreter der Steiermark einer der prominenten Politiker der konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP) war. Die Stadt Graz wurde durch ihren sozialdemokratischen Bürgermeister, Alfred Stingl, und den Kulturreferenten Stadtrat Helmut Strobl (ÖVP) vertreten. Der steirische herbst wird vom Bundesland, der Stadt Graz und der österreichischen Regierung finanziert. Dr. Peter Vujica, der Intendant des steirischen herbstes von 1988, wählte für das 20-jährige Jubiläum des Festivals das Motto ”Schuld und Unschuld der Kunst”. Er sprach die Hoffnung aus, dass auf den Anschluss Österreichs 1938 durch Hitler vor 50 Jahren Bezug genommen würde. Der Anschluss war auch das Thema zahlreicher anderer Veranstaltungen in Österreich. Es konnte dabei nicht ausbleiben, dass die Begeisterung beim Einmarsch der Truppen Hitlers in Österreich erneut in der Öffentlichkeit heftig diskutiert wurde. Die Debatte wurde außer-dem durch den Streit um die Rolle angeheizt, die der vor kurzem gewählte österreichische Bundespräsident Kurt Waldheim als Wehrmachtoffi-zier im Zweiten Weltkrieg auf dem Balkan gespielt hatte. Dr. Vujica beauftragte Dr. Werner Fenz von der städtischen Neuen Galerie, sich des Programms für die bildende Kunst anzunehmen. Dr. Fenz lud Künstler verschiedener Länder ein, im öffentlichen Raum für bestimmt (Hans Haacke).“ (Textauszug der Webseite)


Quelle: foundation.generali.at/sammlung/artist/haacke-hans/artwork/und-ihr-habt-doch-gesiegt.html, via radished.com


Quelle: foundation.generali.at/sammlung/artist/haacke-hans/artwork/und-ihr-habt-doch-gesiegt.html, via radished.com


Hans Haacke, Und Ihr habt doch gesiegt, 1988, Detail, copyright Generali Foundation, Quelle: foundation.generali.at/sammlung/artist/haacke-hans/artwork/und-ihr-habt-doch-gesiegt.html, via radished.com

 

 

Play Button Film Video

  • Videodokumentarclip: Hans Haacke – Blue Sail“ – Blue Sail Installation in Bewegung, Ausstellungansicht (Dauer: 1:08 Min., 2011, Quelle: youtube.com, via: wn.com)
„Seit 2000 wächst Überraschendes am repräsentativsten Ort Deutschlands, im Reichstag – genauer, in dessen nördlichem Lichthof. 
Der Künstler Hans Haacke füllte einen enormen Holztrog mit Säcken voll Erde aus den deutschen Wahlkreisen, 
Abgeordnete halfen dabei mit. Seither sprießt und gedeiht ungestört, was heimatliche Böden hergeben.“ (Textauszug der Webseite, Text: Joachim Ost)

 

 

 

  • Bild-/Textblätter: „Hans Haacke Blue Sail“, 1964-65/2001, Kunstwerk des Monats (Text: Eva Schmidt, Museum für Gegenwartskunst Siegen, 2010, Quelle: mgk-siegen.de)
„Der Künstler Hans Haacke (*1936) verfolgt mit seinen Projekten und Installationen einen ausgesprochen politischen und kritischen Ansatz. Im Museum für Gegenwartskunst Siegen befindet sich eine frühe Arbeit von ihm, „Blue Sail“, datiert
1964-65/2001, die auf den ersten Blick gar nicht zu dem passt, was man gemeinhin von Haacke kennt: Ein Ventilator bläst Luft unter ein aufgespanntes blaues Segel, das sich in Wellen auf und ab bewegt. (…)“ Textauszug der Webseite, Text: Eva Schmidt

  • Bild-/Textblätter: „Der Bevölkerung“ „Kunstprojekt im Nördlichen Lichthof des Reichstagsgebäudes“ (Foto und Kunstwerk: Hans Haacke, Quelle: derbevoelkerung.de)
Bilder
Abgeodrnete
Presse(-texte)
 
„Noch ziert den Londoner Trafalgar Square ein blauer Hahn. Doch 2015 darf der deutsche Künstler Hans Haacke sein Werk ‚Gift Horse‘ auf dem Platz aufstellen. Das hat Londons Bürgermeister Boris Johnson bekannt gegeben.(…)“

  • Textblätter/Interview: „Kunst aus Ärger“ (Text: Hanno Rauterberg, COPYRIGHT: DIE ZEIT, 16.11.2006 Nr. 47 ADRESSE: zeit.de/2006/47/Hans-Haacke)
Hans Haacke genießt Weltruhm. Ein Gespräch über sein Hausverbot in amerikanischen Museen, seinen Kampf gegen den deutschen Fremdenhass und seinen Aufruf an alle Künstler, in der Islam-Frage zu schweigen. (…)“ Textauszug der Webseite

Hans Haackes 26-teilige Fotoserie Fotonotizen zeigt Besucher der Weltkunstausstellung. 
Sie beleuchtet das Verhältnis zwischen Kunstwerk und Betrachter. 
Ebenso liefert sie einen Blick hinter die Kulissen des Kunstbetriebs: 
Putzfrauen bei ihrem täglichen Rundgang, den Ausstellungsaufbau, aber auch Besucher, 
die mit ihren fragenden Blicken zwischen den Kunstwerken verloren scheinen.“ (Textauszug der Webseite, Text: Janina Althaus)

„Architektur:
– Neoklassizismus v. spezifischer Härte / überdimensionierte Monumentalität Gesamtanlagen
– drücken herrschende, gesellschaftspolitische Prinzipien aus: 
– strenge Ordnung / Reglementierung / Disziplinierung / Hierarchisierung / Entpersönlichung (übermenschl. Größe) / Gleichschaltung (strenge Symmetrie) (…)“
Plastik: „Vergeltung, A. Breker, um 1940″
Malerei: „Das Urteil des Paris, I. Saliger, 1939″
Film: „Das Fest der Völker (Olympiade Berlin 36), L. Riefenstahl“ (Textauszug der Webseite, Text: 

Bild-Orientierung / „Visuelle Kompetenz“
„Und auch die zeitgenössische Kunst greift solche Motive auf, z. B. in einer groß angelegten Installation von Hans Haacke. Der Künstler gestaltete 1993 den Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig. Das Werk gilt als einer der besten deutschen Biennale-Beiträge, und es wurde mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Haacke machte den im Stil national-sozialistischer Architektur erbauten deutschen Pavillon zum Thema an sich (Abb. 6). Das Großfoto im Eingang zeigte Adolf Hitler bei dessen Biennale-Besuch 1934 mit Benito Mussolini (Abb. 7 u. 8). Was geschah, wenn man in den Raum hinein ging, schildert ein zeitgenössischer Bericht: (…)“ 
Argumente „Pro Bild-Orientierung“:
• Begründung des Schulfaches „Kunst“ durch Anschluss an die Kompetenz-Diskussion (Bildlese-Kompetenz);
• Bedeutung des „Bildes“ als Grundlage für „Bildung“;
• Orientierung an den visuellen Medien-Welten der Jugend.
Argumente „Contra Bild-Orientierung“:
• Gefahr der Marginalisierung von Kunst;
• Zu starke Betonung des rationalen „Verstehens“ und „Erklärens“;
• Verlust künstlerischer Authentizität des Faches. (…)“ Textauszüge der Webseite, Text: Georg Peez
 
Situationistische Internationale, Burroughs/Gysin, Fluxus – Chris Marker, Alain Resnais,  Jean-Luc Godard, Jack Kerouac /Beatgeneration, Cut-Up, Laurie Anderson, Wolf Vostell, Nam Jun Paik
Appropriation, Montage: politisch-analytische Dekonstruktion – Dara Birnbaum, Marcel Odenbach, Gavin Hodge/Tim Morrison/Jon 
Dovey, Johan Grimonprez, Philipp Lachenmann, Walid Ra’ad/The Atlas Group, Daniel Pflumm, Sebastian Lütgert, Daniel García Andújar
Gegenöffentlichkeit: Video- und Medienaktivismus der 1970er und 1980er Jahre – Herbert Schuhmacher/Telewissen, Michael 
Geißler/VAM, Klaus vom Bruch, Marcel Odenbach, Ulrike Rosenbach (alle drei Alternative Television ATV), Friederike Pezold, Rabotnik, Radio Dreyeckland, Kanal X
Medienaktivismus
Video als Medium der Emanzipation: Vom Feminismus zum Cyberfeminismus – Valid Export, Ulrike Rosenbach, Martha Rosler, 
Guerilla Girls, Donna Haraway
Postkolonialer Diskurs, Transkulturalität, translokale Identitäten – Renée Green, Fiona Tan, Coco Fusco & Guillermo Gómez Peña, 
Shirin Neshat, Kutlug Ataman, Mona Hatoum
Öffentlicher Raum, medialer Raum – Dan Graham, Hans Haacke, Sanja Iveković, Jochen Gerz, Jenny Holzer, Gordon Matta-Clark
Politisch-künstlerischer Aktivismus – Krzysztof Wodiczko, Jochen Gerz, Peter Fend, Ingo Günther, Gruppe Knowbotic Research, Deportation Class, „Bitte liebt Österreich“, Yes Men, Christoph Schlingensief, RTMark
Netzaktivismus – ZaMir, Name.Space, INSULAR Technologies, Critical Art Ensemble (CAE)Electronic Disturbance Theatre/etoy,
Heath Buntings, Kayle Brandon
Von der Videoüberwachung zur Dataveillance – Vito Acconci, Bruce Nauman, Dan Graham, Michael Klier, Julia Scher, Harun Farockis, 
Surveillance Camera Players (SCP), Bureau of Inverse Technology, Marko Peljhan, Dragan Espenschied, Alvar Freude, 0100101110101101.org (Textauszug)
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s